Nicht nur Patienten mit nachgewiesener Hyperhidrose profitieren von der ersten Therapiestufe, in deren Rahmen all die Dinge und Belange des täglichen Lebens entweder den hohen Temperaturen oder der Krankheit Hyperhidrose angepasst werden.    
Die meisten Menschen haben Wissen und Erfahrungen im Umgang mit für Hitze geeigneter Kleidung und Ernährung oder hilfreichen Mitteln wie Salbei, welche die Natur zur Verfügung stellt.
Aber gerade dieses Allgemeinwissen stellt gleichzeitig auch eine Gefahr für die erfolgreiche Umsetzung von anscheinend unkomplizierten Maßnahmen dar. Natürlich ist es allgemein richtig, dass Baumwolle luftdurchlässiger ist als Kunststofffasern, doch es gibt thermoregulierende Stoffe, die der Baumwolle in Punkto Schweißmanagement hoch überlegen sind. Natürlich ist es hilfreich keine scharfen Lebensmittel zu essen – aber gehört dazu auch die Pizza mit Pepperoni? Und natürlich kann Salbeitee helfen – aber warum ist er Medikamenten mit standardisierter Qualtität und Dosierung weit unterlegen?
Wissen gestaltet Gesundheit – Halbwissen macht krank. Die erste Stufe der Hyperhidrose-Stufentherapie ist ein gutes Beispiel.
Die Anpassung bzw. Umstellung von bestimmten Verhaltensweisen verspricht umso mehr Erfolg, je detaillierter das Wissen um jede einzelne Maßnahme ist und je mehr diese Mittel und Maßnahmen als Routine in den täglichen Ablauf integriert sind. Nicht selten führt die Kombination vieler kleiner Schritte zu erwünschten Erfolg.