Wenn alle anderen Mittel und Wege zur Beruhigung des vegetativen Nervensystems erfolglos angewendet wurden, verbleibt der Einsatz von Psychopharmaka mit all  seinen Vor- und Nachteilen. Die wenigsten Nachteile wie Suchtpotential und Nebenwirkungen  bringt der Einsatz von Baldrian mit sich – doch ist mit diesem Vorteil auch der Nachteil einer  im Vergleich zu chemischen Substanzen wie Diazepam (Valium® usw.) weitaus geringeren  Wirkung verbunden.  
Im Gegensatz zu Baldrian wirken  Diazepam und alle verwandten Substanzen zentral in den Schaltzentralen des Gehirns, wo  der  Impuls für Schwitzen bei Stress, Angst und Unsicherheit ausgelöst wird. All diese Substanzen  führen leicht zu einer Abhängigkeit und haben Nebenwirkungen, die den Einsatz nur in Ausnahmefällen und nur vorübergehend für nicht mehr als vier Wochen zulassen. Auf keinen Fall dürfen diese Arzneimittel ohne ärztliche Aufsicht und ohne begleitende Psychotherapie eingesetzt werden.  
Ob der Einsatz von Baldrian sinnvoll ist, sollte jeder Betroffene selbst herausfinden. Nicht immer ist die zwar fast nebenwirkungsfreie aber schwache Wirkung ausreichend, um psychisch bedingten Schweißfluss spürbar zu mindern. Wie bei den meisten pflanzlichen Wirkstoffen gilt auch für Baldrian, dass erstens besser keine Tees, sondern eine standardisierte Qualität und Menge eingenommen werden sollte und zweitens die Wirkung nicht sofort, sondern erst nach etwa 2-3 Wochen regelmäßiger Einnahme eintritt. Viele Präparate sind heute als Kombinationen mit ebenfalls beruhigenden pflanzlichen Substanzen – wie z.B. Hopfen oder Melisse – erhältlich. Die Dosierung bei Hyperhidrose liegt bei 450 mg pro Tag, die auf drei Tagesdosen morgens, mittags und abends verteilt werden. Für alle Beruhigungsmittel gilt: Während der Einnahme keine Maschinen bedienen und keine aktive Teilnahme am Straßenverkehr.