Auch hier wieder die wichtigste Nachricht zum Thema zuerst: Der Einsatz von Botulinumtoxin ist nie das erste, sondern immer die letzten Mittel der Wahl. Erst wenn  alle konservativen Mittel und Wege erfolglos eingesetzt wurden, stehen der Patient und sein  Arzt vor einem wichtigen Scheideweg: Operieren mit dem Ziel eines dauerhaften Erfolges  oder Botulinumtoxin mit der Maßgabe, dass diese Behandlung regelmäßig wiederholt  werden muss?
Das geschützte Warenzeichen Botox®  steht nach vielen Jahren intensiver offener und subversiver Bewerbung in der breiten  Wahrnehmung in erster Linie als Synonym für den Begriff „Faltenwegspritzen“.  Im ärztlichen Bereich steht dagegen nicht der Präparatename Botox®, sondern der Substanzname Botulinumtoxin  für viele neue Chancen bei der Behandlung einer Vielzahl vor allem neurologischer Erkrankungen, in deren Rahmen verkrampfte Muskeln ruhig gestellt werden.  
Neben Botox® stehen in Deutschland drei weitere Präparate mit dem Wirkstoff  Botuliniumtoxin zur Verfügung, doch deren Namen (Dysport® - Xeomin® - Neurobloc®)  sind schon deshalb weniger geläufig, weil nicht in erster Linie im breiteren Publikum und nicht mit plakativen Indikationen wie Faltenbeseitigung geworben wird.  
Auch wenn sie für unterschiedliche Indikationen zugelassen sind, haben alle diese Präparate eines gemeinsam: Botulinumtoxin hemmt die Erregungsübertragung zu den Muskeln, diese werden je nach Dosierung schlaffer oder komplett gelähmt. Eine Folge dieser Wirkung ist, dass die Ausschüttung von Acetylcholin gebremst und dadurch auch die überschießende Aktivität der Schweißdrüsen gehemmt wird. Durch diese Wirkung kann die Sekretion von Schweiß deutlich gemindert werden.
Die Behandlung erfolgt ambulant. In der Regel wird das zu behandelnde Areal durch einen Jod-Stärke-Test definiert, der die Schwitzfäche farblich kennzeichnet. In diesen Bereich wird Botulinumtoxin in die Schicht der Haut gespritzt, in der sich die Schweißdrüsen befinden. Z. B. gilt für den Bereich der Achselhöhle, dass je nach Größe der Schwitzfläche pro Achsel 10–20 Injektionen vorgenommen werden. Die für die Behandlung der Hyperhidrose positive Wirkung tritt in der Regel nach 5 bis 10 Tagen ein.
Für die recht zuverlässige Wirkung müssen aber auch Nachteile in Kauf genommen werden, die immer insbesondere mit den  
Vor- und Nachteilen einer alternativen Operation abgeglichen werden müssen. Hierzu zählen vor allem:
Die Behandlung ist mit ca. € 500,00 teuer und muss etwa alle sechs Monate wiederholt werden.
Die Behandlung ist schmerzhaft, weil Schweißdrüsen und Nervenenden eng beieinander liegen.
In der Nähe liegende Muskeln können durch die Injektion erschlaffen.
Bei langfristiger Anwendung kann der Organismus Antikörper bilden und die Wirkung von Botulinumtoxin unterbinden.                                           
Obwohl nur eines der genannten Präparate (Botox®) eine Zulassung zum Einsatz bei Hyperhidrose - und nur für den Bereich der Achseln - hat, werden Botox® und auch alle anderen Präparate bei Hyperhidrose an den Achseln, Händen, Füßen und der Stirn angewendet. Einer der Gründe hierfür ist, dass die Behandlung fast immer vom Patienten selbst bezahlt wird und somit nicht die Krankenkassen, sondern der Arzt und sein Patient entscheiden wann, wo und wie eine erfolgversprechende Therapie eingesetzt wird. Welches Präparat injiziert wird entscheidet der Arzt in der Regel auf Grund seiner Erfahrungen und dem Preis, zu dem seine Praxis das Präparat einkaufen kann.