Nicht immer wird der Unterschied zwischen Antitranspirantien und Deodorantien in der Werbung deutlich genug dargestellt und entsprechend verwirrt sind manche Käufer. Der große Unterschied: Deodorantien hemmen den Schweißgeruch, nicht den Schweißfluss – umgekehrt hemmen Antitranspirantien den Schweißfluss, nicht den Schweißgeruch. Auch die seit Jahren zunehmend beliebten, sogenannten Kristall- bzw. Mineralsteindeos werden vor allem durch unkorrekte Bewerbung falsch dargestellt. Anders als der Namen vermuten lässt, führen die in diesen Produkten verwendeten Kristalle nicht zu einer Eliminierung oder Vermeidung von Schweißgeruch, sondern zur Reduzierung der Schweißproduktion. Diese Produkte enthalten in der Regel keine Geruchsstoffe und nie antibakteriell wirksame Substanzen, welche die Geruchsbildung verhindern. Speziell geeignet für Personen mit einer Hyperhidrose an den Füßen sind Puder mit einem mehr oder weniger hohen Anteil an Aluminiumsalzen. Das Talkum bindet den Schweiß, die Aluminiumsalze verschließen den Ausgang der Schweißdrüsen. Auch hier bewährt sich eine Stufentherapie: Zunächst Puder mit einem geringen Anteil von z.B. 10 % Aluminiumsalze verwenden und anschließend, wenn erforderlich, Schritt für Schritt steigern bis zu 30 % Anteil. Der Vorteil: Weniger Nebenwirkungen wie Hautreizungen, Ekzeme und Verfärbungen der Haut und Kleidung. Diese Verfahrensweise gilt auch für die Anwendung jeder anderen Form von Antitranspirantien,  wie Cremes, Spray, Gel usw.. Grundsätzlich ist es allein dem guten Gefühl überlassen, welche Form von Antitranspirantien angewandt werden.
Wichtig ist es, den Grundsatz zu beachten, dass die Wirkungsstärke von Antitranspirantien immer über den prozentualen Anteil der enthaltenen Aluminiumsalze gesteuert wird. Je höher der Anteil, desto höher aber auch die Wahrscheinlichkeit von Nebenwirkungen. Vorsicht: Zu hohe Konzentrationen können auch eine zu starke Wirkung zur Folge haben, die dann zu trockener, rissiger und brüchiger Haut führen kann.
Im Gegensatz zu Deodorantien, die morgens aufgetragen werden, um tagsüber vor Geruchsentwicklung zu schützen, werden Antitranspirantien am Abend vor dem Schlafen angewendet. Der Grund: Nachts sind die Schweißdrüsen nicht aktiv und deren Verschluss durch die Aluminiumsalze klappt nur, wenn die Haut trocken ist und die Salzverbindungen einen Pfropfen bilden können, der sich auf den Schweißdrüsenausgang setzt. Die Verträglichkeit wird verbessert, wenn am Morgen nach der Anwendung ein Deodorant mit einer kombinierten Pflegekomponente benutzt wird. Das über Nacht gereizte Hautareal wird damit beruhigt und kann sich bis zur nächsten Anwendung erholen.
Wie die meisten Therapieformen sind auch Antitranspirantien und Deodorantien mit anderen Therapien der Hyperhidrose kombinierbar. Dies gilt insbesondere auch für die während der ersten vier Behandlungsstufen als Basistherapie eingesetzten 3 x 300 mg Salbei pro Tag. Diese werden in jeder Phase der ersten vier Behandlungsstufen erst dann abgesetzt, wenn nach mindestens 8- wöchiger Anwendung  sicher feststehen sollte, dass eine Wirkung ausgeblieben ist.