Schwitzen ist lebensnotwendig um den Organismus vor Überhitzung zu schützen. Ohne Schwitzen gäbe es kein menschliches Leben! Nicht immer - auch nicht wenn der Schweiß oder sein Geruch stören - ist leicht festzustellen, warum und ob normale oder zu große Mengen Schweiß  fließen. Der Übergang zwischen normalem und krankhaftem Schwitzen  (Hyperhidrose) ist im wahrsten Sinn des Wortes fließend.  
Umgekehrt gilt dies genauso für  die Therapie. Die Übergänge von nicht wirksamer zu erfolgreicher Therapie zeigen  sich in der realen Umkehr des „Fliessens“ - es gibt viele Mittel und Methoden zur  Behandlung der Hyperhidrose, aber keine spezifische Therapie, die allen Patienten gleichermassen hilft und keine Therapie, die nur spezifischen Patienten hilft.
Die größten Unterschiede zwischen all diesen Mitteln und Methoden liegen nicht in der Wirkung, sondern in der Art, Anzahl und Ausprägung von Nebenwirkungen. Dabei gilt nicht der Grundsatz, dass mehr Wirkung auch mehr Nebenwirkung bedeutet, ganz im Gegenteil. Nebenwirkungsfreie Mittel und Methoden sind genauso wirksam wie radikale Therapien – doch der Patient muss zur Methode passen, nicht jeder Patient reagiert auf jede Methode gleichermassen.
Die in der Behandlung der Hyperhidrose etablierte Stufentherapie startet deshalb immer mit der vertäglichsten Version. Bei Bedarf ist von Stufe zu Stufe auch eine Zunahme der Nebenwirkungen, Verträglichkeit usw. zu erwarten. Für spezifische Mittel und Methoden übernehmen die Krankenkassen die Kosten – dies mit gutem Grund aber nur, wenn alle vorherigen Stufen der Therapie versagt haben.