Nicht nur, aber speziell für den Nachweis einer Behandlungsbedürftigkeit, deren Kosten von den Krankenkassen übernommen werden sollen, kann der Nachweis der Menge des im hyperhidrotischen Areal ausgeschiedenen Schweißes manchmal die entscheidende Rolle spielen.  
Bis heute gibt es keine festen Richtwerte, welche  Kostenträger zur Kostenübernahme verpflichten, doch wird in der Regel ein Ausstoß von  mehr als 50ml pro Minute im Achselbereich und 30 ml pro Minute im Hand- und  Fußbereich als behandlungsbedürftige Hyperhidrose akzeptiert.  
Zur Verifizierung der Schweißmenge wird die  sogenannte Gravimetrie durchgeführt, in deren Rahmen ein abgewogenenes, trockenes  Filterpapier auf die vorher getrockneten hyperhidrotischen Areale aufgelegt wird. Anschließend wird eine Minute gewartet und das Filterpapier mit einer Feinwaage wieder gewogen. Die Gewichtsdifferenz zeigt die Menge des in einer Minute ausgeschiedenen Schweißes.
Die Gravimetrie ist kein Diagnoseverfahren, das regelmäßig zur Anwendung kommt – sie gibt aber wertvolle Auskunft z.B. im Rahmen von wissenschaftlichen Studien zur Bestimmung der Wirksamkeit von Therapien. Sie kann auch dazu beitragen, dass Kostenträger eine Behandlungsbedürftigkeit anerkennen  und die mit einer spezifischen Therapie verbundenen Kosten übernehmen.