Anders als bei vielen anderen Krankheiten ist die Diagnose einer Hyperhidrose auf den ersten Blick anscheinend leicht zu stellen. Schweißperlen auf der Stirn, feuchte Hände und durchgeschwitzte Kleidung usw. sind mehr als deutliche Hinweise – doch anders als bei dem ebenso leicht erkennbaren Verlust eines beim Holzhacken verlorenen Fingers, ist bereits die Suche nach der Ursache ein Teil der Therapie.    
Die Unterschiede zwischen einer sekundären und einer primären Hyperhidrose sollten auch betroffene Patienten kennen – das Wissen kann lange Leidenswege ersparen.
Patienten die auch nachts und am ganzen Körper schwitzen, leiden in der Regel an einer sekundären Hyperhidrose, die in Folge einer internistischen oder neurologischen Grunderkrankung wie z.B. Tumore, Stoffwechselerkrankungen, Diabetes, Parkinson, Störungen im Hormomhaushalt oder auch bei der Einnahme spezifischer Arzneimittel wie Antidepressiva, Kortison, Opiaten u.a auftreten kann. Bei einer sekundären Hyperhidrose helfen keine Maßnahmen und Therapien, die im Rahmen einer primären Hyperhidrose eingesetzt werden - es muss die Ursache gefunden und behandelt werden.
Völlig anders sieht dies bei einer primären Hyperhidrose aus. Hier entscheiden insbesondere die Krankengeschichte, die Lokalisation und Ausprägung über Mittel und Maßnahmen mit denen eine erfolgversprechende und Therapie angesetzt wird. Und - im Rahmen der Behandlung einer primären Hyperhidrose entscheidet immer die Diagnose ob Krankenkassen die Kosten der Therapie übernehmen.