Patienten, welche die typischen Fragen einer Anamnese zur Diagnose einer primären Hyperhidrose beantworten, erkennen oft schon an den Fragen und Antworten die Ursachen ihres Problems.  
Welchen Beruf üben Sie aus, haben Sie Stress in Beruf oder Familie, gibt es psychosoziale Probleme in Ihrem Umfeld, haben Familienangehörige Probleme mit Schwitzen, wann hat das vermehrte Schwitzen gestartet, schwitzen Sie nach dem Essen, schwitzen Sie am ganzen Körper oder in welchen Regionen, haben Sie zusätzlich Fieber, wenn ja wieviel und zu welcher Tageszeit, trinken Sie viel Kaffee, trinken Sie Alkohol, rauchen Sie, nehmen Sie Drogen, haben Sie Übergewicht?
Die Anamnese sucht und engt die möglichen Ursachen einer Hyperhidrose ein um die Therapie möglichst nahe an den Punkt zu führen, an dem nicht nur die Syptome, sondern eben auch ihre Ursachen behandelt werden können. Z.B. verspricht eine kombinierte symptomatische und psychosomatische Therapie bei emotional hervorgerufenem Schwitzen mehr Erfolg als eine lokale Behandlung.   
Die Krankengeschichte gibt Auskunft über die individuellen Möglichkeiten der Ursachen. Doch gibt es auch übereinstimmende Merkmale, die für alle Patienten mit primärer Hyperhidrose gelten: Kein vermehrtes Schwitzen während der Nacht und immer beidseitig symmetrisch lokalisiert.